Thema und Ziele

goal-study.de entstand im Umfeld eines Projekts, das sich mit den besonderen Anforderungen des Leistungssports und dem verantwortungsvollen Umgang mit Gesundheit beschäftigt. Ergänzende Beiträge können sich auch mit dem Thema best casino DE befassen und sind als unabhängige redaktionelle Informationen zu verstehen; sie stellen keine Glücksspielwerbung, keine Gewinnzusage und keine Aufforderung zur Teilnahme an Glücksspielen dar.

Hintergrund

Ein stabiler Gesundheitszustand gilt als eine entscheidende Voraussetzung für sportliche Höchstleistungen. Über die Bedingungen gesunden Verhaltens im Nachwuchsleistungssport weiß man bislang aber nur wenig. Sicher ist, dass es für jugendliche Leistungssportlerinnen und -sportler gar nicht so einfach ist, sich gesund zu verhalten und gesund zu bleiben. Neben extrem hohen Leistungsanforderungen sind auch Schmerzen und Verletzungen keine Ausnahmeerscheinungen. Zwar wird meist auf eine richtige Ernährung Wert gelegt, doch nicht immer sind die Bedingungen dafür gegeben. Der Leistungsdruck stellt für die jugendlichen Athletinnen und Athleten psychisch und sozial eine enorme Belastung dar, die einer altersgemäßen Betreuung bedarf. Wie man diesen Belastungen entgegenwirken kann um gleichzeitig sportliche Höchstleistung zu sichern und Gefahren abzuwenden, ist bislang noch ungeklärt

Aus diesem Grund machen wir die Gesundheit jugendlicher Athletinnen und Athleten zum Thema, damit die zukünftigen Spitzensportlerinnen und -sportler auch gesund bleiben.

Fragestellung/ Ziel der Untersuchung

  • Die Beschreibung des  Gesundheits- und Ernährungsverhaltens der jugendlichen Leistungssportlerinnen und -sportler
  • Die Erhebung der Einstellungen im Nachwuchsleistungssport zu Gesundheit und Ernährung.
  • Der Vergleich des Gesundheits- und Ernährungsverhaltens im Nachwuchsleistungssport mit der gleichaltrigen Normalbevölkerung (altersgleiche Referenzpopulation von Nichtathletinnen und -athleten der KiGGS-Studie des Robert-Koch-Instituts).
  • Retrospektive Erfassung der Veränderung des Umgangs mit Gesundheit und Ernährung im Karriereverlauf

    o    Erfassung psychischer und sozialer Faktoren

    o    Analyse der Bedeutung von jugendspezifischen Entwicklungsphänomenen

    o    Analyse der Bedeutung disziplinspezifischer Anforderungs- und Angebotsstrukturen

    o    Analyse der Bedeutung des sozialen Umfelds

    o    Analyse der Bedeutung spezifischer Gesundheits- und Ernährungskulturen
  • Erfassung der gesundheitsbezogenen Organisationsstrukturen an Olympiastützpunkten
  • Erhebung von Einstellungen zum eigenen Körper und körperbezogenen Störungen bei den Athleten (auch im Vergleich zur Normalpopulation sowie zu Patientinnen mit Essstörungen).
  • Erarbeitung von Empfehlungen für das Gesundheitsmanagements im Nachwuchsleistungssports in Form eines Transferkonzepts


Mithilfe der empirischen Untersuchungen werden in der GOAL-Studie werden konkret folgende Fragen bearbeitet:

  • Wie denken heranwachsende Athleten über Gesundheit und Ernährung?
  • Wie hängen Einstellungen zu zu Gesundheit und Ernährung mit dem Gesundheits- und Ernährungsverhalten von Nachwuchsleistungssportlerinnen und –sportlern zusammen?
  • Wie verändern sich Einstellungen zu Gesundheit und Ernährung im Karriereverlauf? Welche Rolle spielen dabei soziale Handlungskontexte oder spitzensportspezifische Strukturen wie Sportinternate etc.?
  • Gibt es eine typische „Kultur“ der Gesundheit und der Ernährung im Nachwuchsleistungssport?
  • Welche gesundheitsbezogenen „Rituale“ haben Nachwuchsleistungssportler?
  • Wie wirkt sich die Nachwuchsleistungssportkarriere auf den subjektiven Gesundheitszustand der Athletinnen und Athleten aus?
  • Welche typischen gesundheitsbezogenen Konflikte lassen sich im Nachwuchsleistungssport beobachten?
  • Was sollte am Umgang mit Gesundheit im Nachwuchsleistungssport verändert werden?

Ziel ist es, Hinweise zu geben, wie konkrete Interventionen aussehen müssen, die  bei Nachwuchsathletinnen und -athleten einen den Anforderungen des Leistungssports gerechten Umgang  mit ihrer Gesundheit fördern.

Hintergrundüberlegungen

Im Mittelpunkt unseres Forschungsprojekt steht die Gesundheit der Athleten. Nachwuchsleistungssportler stehen vor dem Problem, ihre Gesundheit gleichzeitig sichern und riskieren zu müssen. Sie sollten einerseits möglichst ohne Verletzungen und Krankheiten seinum sportliche Höchstleistung erbringen zu können. Siemüssen sich andererseits physisch und mental ständig an Leistungsgrenzen bewegen um Bestleistungen zu erbringen. Dieses Dilemma bedeutet letztendlich, dass gesundheitsriskantes Verhalten im Spitzensport unvermeidbar ist. Umso wichtiger ist es, Bedingungen zu schaffen, bei denen Verletzungs- und Krankheitsgefahren auf ein notwendiges Minimum reduziert werden und die Widerstandskräfte und die Regenerationsfähigkeit der Athleten möglichst maximiert werden.

Aufgrund der für den Spitzensport typischen kurzfristigen Leistungsorientierung gerät diese zweite Zielsetzung häufig aus dem Blick.  Im Spitzensport ist die absolute Fokussierung auf den kurzfristigen Erfolg auhc kulturell verankert. So werden riskante Verhaltensweisen, wie zum Beispiel das Trainieren und Wettkämpen unter Schmerzen, ein übermäßiger Substanzkonsum (z.B. Nahrungsergänzungsmittel, Schmerzmittel) oder extreme Praxen der Gewichtskontrolle, schon im Nachwuchsleistungssport kaum mehr hinterfragt, sondern gehören sozusagen „dazu“. Für Nachwuchsathleten ist diese „Kultur des Risikos“ besonders problematisch, da sie sich in einer sensiblen Entwicklungsphase befinden, in der sich der Körper, die Psyche aber auch das Sozialverhalten grundlegend verändern. Gesundheitlich riskante Verhaltensweisen bergen in dieser Phase ein besonders hohes Krisenpotenzial und Nachwuchsathleten laufen Gefahr, ihre physische und psychosoziale Gesundheit langfristig zu schädigen.

Dies macht die Frage nach einem auf das Nachwuchsalter zugeschnittenen, spezifischen Maßnahmen des Gesundheitsmanagements besonders wichtig.Unsere theoretischen Überlegungen zum Gesundheitsmanagement im Nachwuchsleistungssport haben wir im folgenden theoretischen Modell zusammengefasst.

Zielgruppe

Befragt wurden Athletinnen und Athleten der Bundeskader aus den 33 olympischen Spitzenverbänden in 51 olympischen Sportarten. Es handelt sich somit um die Gruppe des aussichtsreichen deutschen Nachwuchses für langfristige internationale Erfolge.

Da es in der Studie ausdrücklich um spezielle Themen und Probleme Heranwachsender geht, befragten wir Athletinnen und Athleten der Jahrgänge 1992-1995, die zum Befragungszeitpunkt zwischen 14 und 18 Jahre alt waren. In den Fallstudien wurden zusätzlich die relevanten Personen des sozialen Unterstützungsumfelds wie Eltern, Trainerinnen und Trainer, Funktionäre, Ärztinnen und Ärzte oder Physiotherapeutinnen und -therapeuten befragt.